In den kommenden Monaten erscheinen bei der Hans-Böckler-Stiftung zwei Studien aus unserem Haus: eine Branchenanalyse mit aktuellen Markttrends sowie eine Untersuchung zur Resilienz einer Region im Transformationsprozess. Beide liefern wissenschaftlich fundierte Einblicke und geben den Akteur*innen praktische Orientierung.
Studie über die Resilienz der Region Nahetal Hunsrück
Die jüngst durch die TBS gGmbH durchgeführte, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie zeigt: Transformation ist Realität. Strukturwandel, Digitalisierung, Klimakrise und demografische Veränderungen stellen die Region vor große Herausforderungen und verändern Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen grundlegend.
Zentrale Erkenntnis: Resiliente Regionen zeichnen sich durch die Fähigkeit zur Anpassung und Erneuerung aus – wirtschaftlich, sozial und institutionell. Sieben Faktoren stärken die regionale Resilienz: Innovationsfähigkeit, wirtschaftliche Diversifikation, regionale Netzwerke, Governance, Arbeitsmarktstruktur, soziale und institutionelle Faktoren sowie gesellschaftliche Kohäsion.
Die Studie basiert auf quantitativen Daten und einer Online-Befragung mit 128 Teilnehmenden. Daraus wurden konkrete Handlungsempfehlungen, u.a. bessere Koordination der Akteure, gezielte Innovationsförderung und stärkere Einbindung der Zivilgesellschaft abgeleitet. Diese dienen als Grundlage für die weitere Gestaltung der Transformation und die Stärkung der Zukunftsfähigkeit der Region.
Weiterlesen: https://www.mitbestimmung.de/html/resilienz-region-nahetal-hunsrueck-48303.html
Branchenanalyse Telekommunikation.
Strukturen, Entwicklungstrends und Herausforderungen
Die Telekommunikationsbranche steht vor tiefgreifenden Veränderungen: Digitalisierung (5G/6G, IoT, Edge Computing), geopolitische Risiken, verschärfte Regulierung (NIS2, Netzneutralität) und ökologische Herausforderungen transformieren Geschäftsmodelle, Arbeitsprozesse und Marktstrukturen. Trotzdieser Veränderungen bietet die Branche Potenziale für eine zukunftsorientierte Beschäftigungs- und Standortpolitik. Die qualitative Analyse auf Basis von Expert*inneninterviews und einer SWOT-Betrachtung identifiziert zentrale Handlungsfelder und gliedert sie in sechs thematische Cluster:
- Innovation, Digitalisierung und technologische Resilienz
- Infrastruktur, Standortentwicklung und Souveränität
- Beschäftigungssicherung, Qualifizierung und Transformation
- Soziale Gerechtigkeit, Tarifbindung und Arbeitsstandards
- Sozial-ökologische Transformation und Nachhaltigkeit
- Regulierung, Beteiligung und Governance
Uli Latour